Gynäkologische Grundversorgung

Wir bieten das gesamte Spektrum der gynäkologischen und geburtshilflichen Grundversorgung:

Zur Teenagersprechstunde könnt ihr im Rahmen der normalen Sprechstunde kommen. Sie findet nicht zu bestimmten Zeiten statt. Ihr könnt selbst entscheiden, wie der erste Besuch in unserer Praxis abläuft: Wenn ihr möchtet, könnt ihr erst mal nur zum Gespräch vorbeikommen, viele Fragen mitbringen und den Untersuchungsraum anschauen. Dazu kann auch eine Freundin mitkommen. Ihr solltet euch einen Termin geben lassen.

Das erste Mal bei der Frauenärztin:
  • wenn ihr Schmerzen bei der Periode habt
  • wenn ihr 16 Jahre alt seid und noch keine Periode bekommt
  • wenn ihr bei der Periode mehr als 4x täglich Binden oder Tampons wechseln müsst
  • wenn ihr in nächster Zeit ein Verhütungsmittel braucht oder euch einfach erst mal zum Thema Verhütung beraten lassen wollt
  • wenn ihr eine Impfung benötigt
Das wichtigste Kriterium bei der Auswahl eines Verhütungsmittels ist die Frage, wie sicher es sein muss – was wäre, wenn eine ungewollte Schwangerschaft eintritt ?

Zu den sicheren Verhütungsmitteln zählen die „Pillen” und pillenähnliche hormonelle Verhütungsmittel wie das Verhütungspflaster, der Vaginalring, das Hormonstäbchen im Arm, die Dreimonatsspritze sowie die „Spiralen” (Kupferspirale oder „Hormonspirale”). Ein sicheres Verhütungsmittel ist natürlich auch die Sterilisation.

Zu den weniger sicheren Verhütungsmitteln zählen Kondome, Diaphragma, Basaltemperaturkurve bzw. Berechnung der fruchtbaren Tage, Verhütungscomputer oder Schaumzäpfchen.

Welches Verhütungsmittel am geeignetsten erscheint, sollte immer individuell entschieden werden. Manchmal gibt es Risikofaktoren wie z.B. ein familiäres Thromboserisiko, Bluthochdruck, Nikotinkonsum, usw., die die Auswahlmöglichkeiten einschränken.
Obwohl in den Medien viel über das Thema Sexualität berichtet wird, bleiben für den Einzelnen doch immer wieder zum Teil sehr persönliche Fragen unbeantwortet. In der Praxis, im persönlichen Gespräch, bietet sich die Möglichkeit, diese Fragen zu besprechen und gemeinsam zu beantworten. So können auch sexuelle Schwierigkeiten in der Paarbeziehung durch Sexualberatung behoben oder deutlich verringert werden. Bei schwereren Problemen reicht Sexualberatung nicht aus, ggf. ist Sexualtherapie, Psychotherapie und/oder Paartherapie erforderlich.

Als gesetzlich Krankenversicherte haben Sie gemäß den Krebsfrüherkennungsrichtlinien Anspruch auf die nachfolgend aufgeführten Vorsorgeleistungen:

  • ab dem 21. Lebensjahr: Abstrichentnahme vom Gebärmuttereingang, zusätzlich Abtastung des inneren Genitales
  • ab dem 31. Lebensjahr: zusätzlich Tastuntersuchung der Brust
  • ab 35. Lebensjahr alle 3 Jahren Co Testung auf HPV Viren 16+18
  • ab dem 51. bis zum 56. Lebensjahr: zusätzlich rektale Untersuchung und jährliche Stuhluntersuchung auf Blut
  • ab dem 56. Lebensjahr: zusätzlich Darmspiegelung 2x im Abstand von 10 Jahren oder alle 2 Jahre Stuhluntersuchung
  • ab dem 51. bis zum 69. Lebensjahr: zusätzlich Mammografie-Screening alle 2 Jahre

  • Wenn Sie möchten, erinnern wir Sie gern einmal im Jahr an Ihre Vorsorgeuntersuchung. Zusätzlich zu den gesetzlich vorgegebenen können weitere Untersuchungen sinnvoll sein (s.u. Zusatzleistungen im Rahmen der Krebsvorsorge).

Etwa jedes siebte Paar bleibt ungewollt kinderlos. Die Ursachen dafür sind vielfältig und können sowohl bei den Frauen als auch bei den Männern liegen. Tritt innerhalb von einem Jahr eine gewünschte Schwangerschaft nicht ein, spricht man von primärer Sterilität.

In diesem Fall werden Untersuchungen vorgenommen, um die Ursachen des unerfüllten Kinderwunsches zu klären. Man beginnt mit der Erhebung einer genauen Anamnese, überprüft die Hormone in Verbindung mit einem „Zyklusmonitoring”, veranlasst eine Untersuchung des Partners, lässt ggf. die Durchgängigkeit der Eileiter prüfen, eine Gebärmutterspiegelung vornehmen, usw..

In manchen Fällen muss danach eine Behandlung in Spezialpraxen erfolgen, in vielen Fällen ist jedoch mit relativ einfachen Mitteln eine Behandlung in der Praxis möglich (medikamentöse Therapie von Hormonstörungen, Ermittlung des Ovulationszeitpunktes, ggf. Auslösung der Ovulation ...).

Harninkontinenz (ungewollter Urinverlust) ist ein weit verbreitetes Leiden, obwohl in der Öffentlichkeit wenig darüber gesprochen wird. Betroffen sind Frauen aller Altersgruppen.

Die häufigsten Inkontinenzformen sind die Stress- und die Urgeinkontinenz (Dranginkontinenz).

Bei der „Stressinkontinenz” kommt es zu ungewolltem Urinverlust bei körperlicher Anstrengung wie z.B. beim Heben von Lasten, Springen, Husten, Niesen und Lachen. Der Halteapparat im Bereich des Beckenbodens kann diese Anstrengung nicht auffangen und die „Blase wird undicht”.

Bei der „Urgeinkontinenz” ist der Harndrang so stark, dass der Urin abgeht, bevor die Toilette erreicht wird. Es handelt sich dabei um eine „Blasennervenstörung”. Häufig findet man auch gemischte Inkontinenzformen.

In vielen Fällen kann man durch einfache Maßnahmen eine Inkontinenz deutlich bessern oder beseitigen. In manchen Fällen gelingt dies nur durch eine Operation.

Nicht alle Frauen haben Wechseljahresbeschwerden, manche dafür umso heftiger. Eine Behandlung ist nur dann erforderlich, wenn Leidensdruck besteht.

Es gibt verschiedene Möglichkeiten der Behandlung: Homöopathische Medikamente, pflanzliche Medikamente, Akupunktur oder Hormone.

Welches Mittel am sinnvollsten erscheint, hängt davon ab, wie stark die Beschwerden sind. Bei leichten bis mäßigen Beschwerden reichen in der Regel die drei erstgenannten Therapiemöglichkeiten aus, manchmal ist aber auch für eine gewisse Zeit eine Hormontherapie erforderlich. Diese Entscheidung muss immer individuell getroffen werden.

Wechseljahresbeschwerden treten in aller Regel nur vorübergehend auf. Durch regelmäßige Einnahmepausen bei der Behandlung wird überprüft, ob überhaupt weiterhin Behandlungsbedarf besteht oder die Beschwerden auch ohne weitere Behandlung nicht mehr auftreten.

Die gesetzlich vorgegebenen Mutterschaftsrichtlinien sehen eine große Anzahl medizinisch notwendiger Leistungen vor:

  1. Bei der ersten Schwangerschaftsvorsorgeuntersuchung wird eine ausführliche Anamnese erhoben (Vorerkrankungen, Risiken in der Familie, usw.) und eine Beratung zum Verhalten in der Schwangerschaft durchgeführt.
  2. Die Vorsorgeuntersuchungen erfolgen zunächst alle 4 Wochen, später in kürzeren Zeitabständen.
  3. Bei jeder Untersuchung werden
    • Blutdruckmessung
    • Gewichtskontrolle
    • Urinuntersuchung
    vorgenommen.
  4. Die nachfolgenden Untersuchungen erfolgen nur zu bestimmten Zeiten:
    • Hämoglobinbestimmung („Eisenwert”)
    • Blutgruppen- und Antikörperbestimmung, ggf. Anti-D-Prophylaxe
    • Untersuchung auf bestimmte Infektionskrankheiten (Lues, Röteln, Hepatitis, auf Wunsch HIV-Test))
    • Urintest auf Chlamydien
    • Drei Ultraschalluntersuchungen (9.-12.SSW, 19.-22.SSW, 29.-32.SSW) ggf. CTG-Kontrollen

Zusätzlich zu den gesetzlich vorgegebenen Untersuchungen können weitere Untersuchungen sinnvoll sein (s.u. Zusatzleistungen in der Schwangerschaft).

Schon vor der Schwangerschaft und vor allem in der Frühschwangerschaft sollten alle Frauen ein speziell auf Schwangere abgestimmtes Multivitaminpräparat mit 400mg Folsäure täglich einnehmen, um das Risiko für kindliche Fehlbildungen zu verringern.

Die Dopplerultraschalluntersuchung wird in medizinisch begründeten Fällen von den Krankenkassen übernommen, kann aber auch ohne medizinische Indikation unter Umständen nützlich sein, um Schwangerschaftsrisiken vorherzusagen.

Ab sofort bieten wir in unserer Praxis jeden Donnerstag- und Freitagvormittag eine Hebammensprechstunde an. Diese wird von den Hebammen Emine Bodenstein und Tanja Radovanovic durchgeführt. Neben der ärztlich durchgeführten Vorsorgeuntersuchung besteht hier die Möglichkeit, Schwangerschaftsbeschwerden auch mit einer Hebamme zu besprechen, sich über den Anspruch von Hebammenleistung vor, während und nach der Geburt sowie über das Thema Stillen zu informieren. Frau Bodenstein würde auch nach Terminabsprache ein individuells Beratungsgespräch bei Ihnen zu Hause anbieten, um in persönlicher Atmosphäre alle Fragen rund um Schwangerschaft, Geburt und Wochenbett zu besprechen. Auch eine Betreuung im Rahmen des Wochenbetts wäre möglich. Für weitere Informationen steht Ihnen das Team der Praxisgemeinschaft gerne zur Verfügung.

Wir überprüfen gerne Ihren Impfausweis und führen, falls erforderlich, die gesetzlich empfohlenen Impfungen durch gegen:

  • Diphtherie
  • Tetanus
  • Poliomyelitis (Kinderlähmung)
  • Pertussis (Keuchhusten)
  • Grippeimpfung (bei Schwangeren ab 2. Trimester)
  • Varizellen (bei Kinderwunsch)
  • Röteln, ggf. MMR (Masern, Röteln, Mumps)

Bei Jugendlichen unter 18 Jahren impfen wir zusätzlich gegen:

  • Hepatitis B
  • Masern-Röteln-Mumps
  • Varizellen
  • HPV
  • Sie benötigen für eine Impfung keinen Termin.
    Bitte bringen Sie Ihren Impfausweis mit.
    Auf Wunsch werden Sie an fällige Impfungen erinnert.